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SEKTION RECHTSSOZIOLOGIE

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DGS Sektion Rechtssoziologie – Eine Selbstdarstellung

Die Sektion Rechtssoziologie ist Teil der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS). Unser Ziel bildet die Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Soziologie des Rechts. Unsere Mitglieder arbeiten sowohl in sozialwissenschaftlichen, als auch in juristischen Fakultäten und auch in anderen Institutionen. Wie auch bei der DGS ist die Mitgliedschaft offen für alle, die sich für rechtssoziologische Fragestellungen interessieren.

Unter den Begründern der Soziologie in Deutschland waren zahlreiche ausgebildete Juristen, so dass die Rechtssoziologie eines der ältesten soziologischen Forschungsfelder darstellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rechtssoziologie in der DDR aus ideologischen Gründen nicht zugelassen und sie entwickelte sich im Westen zunächst nur zögerlich. Ein entscheidender Schritt wurde schließlich 1972 durch Wolfgang Kaupen, Rüdiger Lautmann und Fritz Sack unternommen: die Gründung der Sektion Rechtssoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

Aus den Reihen der Sektion für Rechtssoziologie wurde 1980 unter Federführung von Erhard Blankenburg unter Mitwirkung von Niklas Luhmann und anderen die "Zeitschrift für Rechtssoziologie" begründet. Die Zeitschrift erscheint seither regelmäßig zweimal jährlich und bündelt die rechtssoziologische Diskussion in Deutschland. Sie erscheint seit dem Jahr 2000 beim Verlag Lucius & Lucius in Stuttgart.

Regelmäßig veranstaltet die Sektion themenbezogene Tagungen in Kooperation mit Gastgebern an wechselnden Universitäten. Als Teil der DGS können wir Grenzen unseres Fachgebiets überschreiten, indem wir mit anderen Sektionen kooperieren, etwa mit der Wirtschaftssoziologie oder der Medizinsoziologie. Wir pflegen internationale Beziehungen, etwa mit Organisationen in Großbritannien oder den USA und mit dem Research Committee on Sociology of Law der International Sociological Association. Gemeinsam mit diesen Partnern veranstalten wir internationale Tagungen. Die Soziologiekongresse der DGS bieten uns regelmäßig ein Forum für inhaltliche Diskussionen.

Besonderen Wert legt die Sektion Rechtssoziologie auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Aus diesem Grund schreiben wir jährlich einen Studienpreis aus. Außerdem bieten wir dem Nachwuchs besondere Darstellungsmöglichkeiten in unseren Veranstaltungen.

LITERATUR
Machura, Stefan (2003). Stand und Perspektiven der Rechtssoziologie. In Orth, Barbara, Schwietring, Thomas, and Weiß, Johannes (eds.), Soziologische Forschung. Stand und Perspektiven, Opladen: Leske und Budrich, 415-426.